Galerie Gisela Clement – Modi des Minimierens

Kirstin Arndt, Joachim Bandau, Erwin Bechtold, Allan McCollum, Andreas Exner, Andreas von Ow, Susanne Paesler, Janet Passehl, Martin Pfeifle, Charlotte Posenenske, Franziska Reinbothe, Michael Reiter, Gerwald Rockenschaub, Peter Roehr, Rob Scholte, David Semper, Sara Sizer, Herbert Warmuth, Anita Stöhr Weber, Martina Wolf

Kuratiert von Dr. Burkhard Brunn

Vernissage
Donnerstag, 3. November 2016, 19.00 Uhr

Ausstellung
4. November – 22. Dezember 2016

Das Reduzieren ist ein fundamentaler Akt in Ökonomie, Technik und Kommunikation. Doch in der Kunst ist das Minimieren eine Besonderheit.

In der fünften Ausstellung zum Thema „Reduktion“ thematisiert Burkhard Brunn in der Bonner Galerie Gisela Clement unterschiedliche Arten des Minimierens: die Reduktion der Größe, des Gewichts, des Materials, der Form, des Inhalts, der Farbe und der künstlerischen Methode.

Zum Verständnis des reduktiven Verfahrens mag die legendäre Arbeit von Marcel Duchamp dienen, der 1917 ein Urinal, das er bloß um 90 Grad drehte und signierte, unter dem Titel „Fountain“ in der Galerie ausstellte. Das Verfahren bestand aus nur 4 Schritten: Auswahl, Drehung, Signatur und Ausstellung.

Ganz ähnlich verfährt Rob Scholte, Teilnehmer der documenta wie auch vier Kollegen/innen: er kauft die von niederländischen Hausfrauen nach Vorlagen von Rembrandt und Vermeer produzierten Stickbilder auf dem Flohmarkt, dreht sie um, signiert sie und stellt sie aus. Die weltberühmten Motive (etwa die Nachtwache) sind auch von der Rückseite erkennbar, aber – mit den heraushängenden bunten Fäden – nun als ein quasi-impressionistisches Muster.

Die unterschiedlichen Reduktionen werden an den höchst unterschiedlichen Arbeiten von zwanzig Künstlern/innen aus dem Rheinland, Frankfurt/M., Berlin und aus den USA thematisiert, darunter Erwin Bechtold, Joachim Bandau, Charlotte Posenenske, Gerwald Rockenschaub, Allan McCollum, von den jüngeren etwa David Semper, Andreas von Ow.

Die Ausstellung ist zweiteilig: den zweiten Teil leitet Michael Reiter (Frankfurt/M.) am 24. November mit der Performance „Swinging Geometry“ ein.

Text: Dr. Burkhard Brunn

DANK an: COSAR HMT, Düsseldorf u. Sofie van de Velde, Antwerpen, mehdi chouakri, Berlin & Thomas Rehbein Galerie, Köln

Galerie Gisela Clement
GALERIEHAUS
Lotharstraße 104
D – 53115 Bonn
Telefon: +49 . 228 . 97 14 39 22
Mail: info@galerie-clement.de
http://www.galerie-clement.de

Öffnungszeiten
Mittwoch – Freitag 14.00 – 18.00 Uhr
Samstag 13.00 – 17.00 Uhr und nach Vereinbarung

http://www.galerie-clement.de/ausstellung/modi-des-minimierens/

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